Gemeinsam lernen, leben und wachsen
Inklusion an unserer Schule
An der Freien Waldorfschule Konstanz lernen Kinder mit und ohne Unterstützungsbedarf zusammen in einer Klasse. Diese Seite erklärt, was das für Ihr Kind bedeuten kann – offen, ehrlich und mit allen wichtigen Informationen für Ihre Entscheidung.
Jedes Kind wird in seiner Würde und Einzigartigkeit gesehen
UNSER GRUNDVERSTÄNDNIS
Inklusion ist für uns kein Zusatzangebot, sondern ein grundlegendes pädagogisches Prinzip. Jeder Mensch ist einzigartig und trägt das Potenzial zu individueller Entwicklung in sich. Auf dieser Grundlage gestalten wir eine Schule, in der Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Voraussetzungen gemeinsam lernen können.
Herzensbildung
Wir begegnen jedem Kind mit Wärme, Respekt und echtem Interesse an seiner Persönlichkeit. In einer Atmosphäre von Vertrauen und Achtsamkeit entsteht Raum für Entwicklung, soziale Verbundenheit und seelische Gesundheit.
Vielfalt als Bereicherung
Kinder mit und ohne Unterstützungsbedarf lernen gemeinsam. Unterschiedlichkeit verstehen wir als Gewinn für die Klassengemeinschaft – gemeinsames Lernen fördert Toleranz, Empathie und gegenseitige Unterstützung.
Individuelle Wege
Jedes Kind bringt eigene Stärken, Herausforderungen und Lernwege mit. Lehrkräfte, Inklusionsfachkräfte und Eltern entwickeln gemeinsam individuelle Förderpläne, die die Entwicklung gezielt unterstützen.
Wie wir dieses Verständnis konkret umsetzen – von der Zielgruppe über Strukturen und Förderpläne bis zur Elternarbeit – beschreibt ausführlich unser
Unsere drei Förderschwerpunkte
FÜR WEN WIR DA SIND
Unser inklusiver Schwerpunkt richtet sich auf drei Bereiche. Zu jedem gibt es ein ausführliches Konzept, das Sie unten herunterladen können. Darüber hinaus können nach individueller Prüfung auch Kinder mit chronischen Erkrankungen aufgenommen werden.
Geistige Entwicklung
Verlässliche Rhythmen, handlungsorientiertes Lernen und lebenspraktische Förderung. Im Zentrum steht die Erfahrung: „Ich kann etwas bewirken.“
Stark bildhafter, sinnlich erfahrbarer Unterricht
Werken, Handwerk und Lebenspraxis als Kern
Unterstützte Kommunikation & feste Bezugspersonen
Sprache
Sprache ist Grundlage für Lernen und Teilhabe. Wir fördern sie ganzheitlich über Rhythmus, Bewegung, Geschichten und künstlerisches Erleben.
Wortschatz, Grammatik, Sprachverständnis, Artikulation
Förderung integrativ in der Klasse und in Kleingruppen
Austausch mit Logopädie und Therapeut:innen
Körperlich-Motorische Entwicklung
Bewegung ist ein zentrales Element der Waldorfpädagogik. Wir fördern Körperlich-Motorische Entwicklung, Körperwahrnehmung und Selbstständigkeit – im Rahmen unserer räumlichen Möglichkeiten.
Differenzierung von Aufgaben und Materialien
Bewegungsorientiertes Lernen und Eurythmie
Begleitung durch Schulbegleitung bei Bedarf
Waldorfpädagogik als Fundament der Inklusion
WIE WIR ARBEITEN
Grundlage unserer sonderpädagogischen Förderung ist der Bildungsplan Baden-Württemberg – verbunden mit dem ganzheitlichen Menschenbild der Waldorfpädagogik. So erfüllen wir den gesetzlichen Bildungsauftrag und stellen zugleich die individuelle Entwicklung jedes Kindes in den Mittelpunkt.
Rhythmus & Struktur
Epochenunterricht und ein rhythmisierter Tagesablauf geben Orientierung und Sicherheit. Der Unterricht findet grundsätzlich in der Klassengemeinschaft statt.
Individueller Förderplan
Ab dem zweiten Halbjahr der 1. Klasse erhält jedes Kind mit festgestelltem Förderbedarf einen individuellen Förderplan – abgestimmt mit Eltern und Klassenlehrkraft, regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.
Vielfältige Zugänge
Künstlerisch-handwerkliche Fächer, Eurythmie, Musik und Bewegung eröffnen unterschiedliche Wege zum Lernen – über Bilder, Geschichten und praktisches Tun.
Feste Bezugsperson
Jedes Kind mit Förderbedarf erhält eine feste Inklusionsfachkraft als zentrale Ansprechperson, die eng mit Klassen- und Fachlehrkräften zusammenarbeitet. Ergänzend gibt es Schulbegleitung.
Der Förderunterricht findet ergänzend in kleinen, gemischten Gruppen statt. Für differenziertes Arbeiten stehen zwei Lernwerkstätten und ein Ruheraum zur Reizreduktion zur Verfügung; therapeutische Angebote wie Heileurythmie erfolgen in Zusammenarbeit mit externen Partner:innen. Pro Klasse werden maximal fünf Kinder mit Förderbedarf aufgenommen, um individuelle Förderung und eine stabile Klassengemeinschaft zu verbinden.
»Jeder Mensch ist entwicklungsfähig. Die Aufgabe der Schule ist es, Entwicklungsräume zu schaffen – körperlich, seelisch und geistig.«
Wo unsere Möglichkeiten liegen – und wo Grenzen
WAS SIE EHRLICH WISSEN SOLLTEN
Uns ist wichtig, dass Sie eine gut informierte Entscheidung treffen können. Deshalb benennen wir offen, was unsere Schule heute leisten kann und was nicht.
Das können wir gut begleiten
Kinder in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung, Sprache und körperlich-motorische Entwicklung (sofern keine Barrierefreiheit notwendig ist).
Kinder mit chronischen Erkrankungen nach individueller Prüfung.
Gemeinsames Lernen in der Klasse mit individueller Förderung und fester Ansprechperson.
Wo wir an Grenzen stoßen
Das Schulgebäude ist nicht vollständig barrierefrei. Kinder, die dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können wir daher nicht beschulen.
Es gibt kein Pflegebad und keine pflegerische Infrastruktur – Kinder mit hohem pflegerischem Unterstützungsbedarf können wir nur eingeschränkt aufnehmen.
Alle erforderlichen Therapien finden außerhalb der Schule statt.
Der Weg ab Klasse 8
Die inklusive Beschulung ist derzeit bis einschließlich Klasse 8 vorgesehen. Rechtzeitig prüfen wir gemeinsam mit Ihnen den passenden Übergang – etwa eine inklusive Beschulung an einer Gemeinschafts- oder Werkrealschule (Schwerpunkt Sprache), oder ein Angebot wie die Regenbogen-Schule Konstanz (Schwerpunkte GENT und KMENT). Für die Berufswegeplanung stehen jedem Kind grundsätzlich zwei Berufswegekonferenzen zu; wir kooperieren dabei u.a. mit der Agentur für Arbeit und dem Integrationsfachdienst.
Eine vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft
ZUSAMMENARBEIT MIT IHNEN
Gelingende Inklusion lebt von Transparenz und offener Kommunikation. Wir beziehen Sie aktiv in Förderprozesse, Zielvereinbarungen und Entwicklungsplanung ein.
Zwei Entwicklungsgespräche
pro Schuljahr – gemeinsam reflektieren wir Fortschritte und passen Förderziele an.
Ein Elternabend
pro Schulhalbjahr, ergänzt durch terminierte Gespräche mit den Inklusionsfachkräften.
Begleitung bei Übergängen
Beratung und gemeinsame Gestaltung, wenn ein Schul- oder Lernortwechsel ansteht.
IHR NÄCHSTER SCHRITT
Lernen wir uns kennen
Ob unsere Schule der richtige Ort für Ihr Kind ist, lässt sich am besten im persönlichen Gespräch klären. In einem Kennenlerngespräch nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen, die Situation Ihres Kindes und die Möglichkeiten unserer Schule.